Europäische Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-AGRI)

Operationelle Gruppe: Climate Fair Pork Projekttitel: Klimafreundliche Schweinefleischerzeugung entlang der Wertschöpfungskette vom Acker bis zum Teller

Problemstellung:
Immer mehr Menschen entscheiden sich mit Blick auf das Klima kein Fleisch mehr zu essen. Dies führte in den letzten Jahren zu einem kontinuierlichen Rückgang des Schweinefleischkonsums und damit zur Schwächung der bäuerlichen Erzeugerstrukturen, so auch im Land Baden-Württemberg. Tierhaltung ist jedoch unverzichtbar für eine bäuerlich geprägte betriebliche Kreislaufwirtschaft sowohl im ökologischen wie in konventionellen Betrieben.

Projektziel:
Im Projekt sollen die Produktionsverfahren für die Schweinefleischerzeugung auf den Prüfstand gestellt werden, über innovative Maßnahmen verbessert und weiterentwickelt werden. Dabei soll die gesamte Wertschöpfungskette vom Acker bis zum Teller betrachtet werden. Im Fokus des Projektes steht das Schwäbisch-Hällische Qualitätsschweinefleisch g.g.A.. Die genetische Grundlage für die erzeugten Produkte stellt die alte Rasse das Schwäbisch-Hällische Schwein da. Die erzeugten Produkte stehen für hohe Standards in der Tierhaltung und der Produktion steht.

Projektbeschreibung:

  • Klimabewertung der Schweinefleischerzeugung entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter Betrachtung des Schwäbisch-Hällische Qualitätsschweinefleisch g.g.A.
  • Ermittlung und Validierung der CO2-Emissionen
  • Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges zur Minimierung der CO2-Emissionen
  • Zertifizierung einer klimafreundlichen bzw. CO2 neutralen Schweinefleischerzeugung
  • Wissenstransfer mittels Schulungen, Workshops, Beratung, Tagungen, etc.
  • Entwicklung von marketingstützenden Maßnahmen und Marktanalysen von klimafreundlichen Schweinefleisch

Innovatives Potential des Projektes
Das innovative Potential des Projektes liegt in der ganzheitlichen Betrachtung der verschiedenen Produktionsverfahren im Bereich der Schweinefleischerzeugung entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit unterschiedlichen Absatzkanälen, vom Futter bis zum Fleisch und die daraus geplante Entwicklung eines „Klimazertifikats“ mit einem Vermarktungslabel.

Das Projekt soll einen entscheidenden Beitrag zu den aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft zu Klimaschutz, Ressourcenschutz und Ressourceneffizienz als auch zum Tierwohl leisten und somit die Produktion zukunftsfähig gestalten.

Zusammenfassung
Das Projekt analysiert zunächst den Ist-Zustand der süddeutschen Schweinefleischerzeugung hinsichtlich klimarelevanter CO2 Emissionen im Gesamtprozess vom Acker bis zum Teller. Sodann werden Maßnahmen zur Reduzierung der CO2 Emissionen identifiziert und umgesetzt mit dem Ziel klimafreundlicher Schweinefleischerzeugung. Es werden betriebliche Klimabilanzen erstellt und einer CO2 Zertifizierung unterzogen mit entsprechendem Audit und Zertifikat. Klimafreundlich erzeugtes Fleisch kann dann als solches gekennzeichnet werden. Der fachliche Ansatz fokussiert auf Erzeugerzusammenschlüsse und Qualitätsfleischprogramme. Als Best Practice Beispiel und Forschungsobjekt dient das Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. Durch intensiven und breit angelegten Wissenstransfer werden weiterer klimafreundliche Qualitätsfleischprogramme innerhalb Süddeutschlands initiiert und beim Aufbau begleitet. Die Projektkomponenten führen in Summe zu einer erheblichen Breitenwirkung in Richtung CO2 klimafreundlicher Produktionsverfahren in der Schweinefleischerzeugung in Süddeutschland.


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