Unsere Bauern - Unser Land!

Nassau

Mitgliedsbetrieb Herwarth

Familie Herwarth

Familie Herwarth

Tiere
60 Schwäbisch-Hällische Zuchtsauen
200 Schwäbisch-Hällische Muttersauen
300 Schwäbisch-Hällische Mastschweine

Evi Herwarth kann sich noch gut an den Moment erinnern, als sie beschlossen hat, dass es auf dem Hof so nicht mehr weitergeht: „33 Euro für ein Ferkel, da bin ich richtig zornig geworden.“ An ihren Mann gewandt fügt die Bäuerin hinzu: „Du hast zur gleichen Zeit die BESH-Anzeige gelesen.“ Er nickt: „Ja, den Umstieg haben wir unabhängig voneinander beschlossen.“

Die Herwarths kauften nur noch Schwäbisch-Hällische Muttersauen zu und mästen die Ferkel, die im Erzeugerschlachthof Schwäbisch Hall geschlachtet werden. Die Preise liegen rund ein Drittel über den marktüblichen. „Dafür müssen wir natürlich auch mehr investieren“, sagt der Bauer: Mehr Platz, Einstreu und gentechnisch unverändertes Futter sind die wichtigsten Anforderungen. Wintergerste, Weizen, Triticale, Ackerbohnen, Mais und Zuckerrüben bauen sie auf 83 Hektar an.

„Die Bäuerlichen sind klein strukturiert, das passt zu uns“, sagt Klaus Herwarth, und sie fügt hinzu: „Wir wollen nicht nur wachsen und wachsen.“ Mit EU-Fördergeldern haben die Herwarths ein ehemaliges Fahrsilo zum Tiefstreu-Maststall umgebaut.

Beim Rundgang beginnen Evi Herwarths Augen plötzlich zu glänzen. „Schau mal, die Sau ferkelt.“ Eines nach dem anderen sucht, kaum hat es die Welt erblickt, die Zitzen der Mutter. 14 Ferkel sind es am Ende, „alle etwa gleich groß“. Mit geübtem Griff holt die Bäuerin eines heraus. „Das ist etwas schwach, das bekommt Traubenzucker.“ Die Betreuung der Ferkel ist ihr Job, für den sie sich mit einem Kurs in Homöopathie fit gemacht hat: „Wenn wir auf Nachhaltigkeit setzen wollen, muss sich auch im Kopf was tun.“