

Tiere
920 Schwäbisch-Hällische Mastschweine
210 Hühner im Mobilstall
15 Schafe
Viele Bauern geben auf, weil ihre Kinder den Hof nicht übernehmen wollen. Die Arbeit sei zu hart, sie lohne sich nicht, sagen sie. Nicht Michael Strecker. Der Landwirtschaftsmeister führt mit Vater Uwe den Betrieb der Familie bei Neuenstein und wird hier einmal alleine das Sagen haben.
Die Arbeit in der Landwirtschaft ist anspruchsvoll und abwechslungsreich, das gefällt dem Jungbauern. Die Streckers mästen Schwäbisch-Hällische in einem 2007 erbauten Außenklimastall am Ortsrand. Den Tieren bekommt’s offensichtlich: In den mit Stroh eingestreuten Boxen ist es trocken und warm, im Auslauf können sie ihre Notdurft verrichten oder einfach nur in der Sonne liegen. „Wegen des Auslaufs haben wir mit dem Ausmisten weniger Arbeit“, erklärt Strecker, „und hier haben die Schweine vor allem alle Klimareize, das tut ihnen gut.“
Zweites Standbein des bäuerlichen Betriebs ist der Ackerbau. Weizen, Gerste und Körnermais werden an die Schweine verfüttert; Raps, Kartoffeln und Zuckerrüben verkauft. Die fünfgliedrige Fruchtfolge werde nicht nur staatlich gefördert: „Sie ist vor allem sinnvoll“, erklärt der junge Landwirtschaftsmeister. Die Gülle dient als Dünger für die Äcker. Ärger mit Nachbarn gebe es dabei kaum.
Der Jungbauer steht voll hinter der väterlichen Entscheidung, auf die alte Landrasse der Schwäbisch Hällischen zu setzen. Für die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall sprechen, so Michael Strecker, die kurzen Transportwege zum Schlachthof – das besorgen die beiden Landwirte selbst -, die regionale Ausrichtung und die ihrer Meinung nach beste Haltungsform: „Wir sind so nah dran an Bio wie möglich.“