


Tiere:
120 Schwäbisch-Hällische Muttersauen
800 Schwäbisch-Hällische Mastschweine
Karl-Matthias Wirth ist Bauer in vierter Generation und heute einer der wenigen Vollerwerbslandwirte im einstigen Bauerndorf Uttenhofen. Vor zwei Jahren hat er den Hof auf Schwäbisch-Hällische umgestellt: „Jetzt macht die Arbeit wieder Spaß!“
Elf Jahre lang hat Karl-Matthias bei der Genossenschaft im Außendienst gearbeitet und erst vor drei Jahren den Betrieb übernommen. Vater Karl Wirth und Sohn bewirtschaften ihn gemeinsam und, wie es scheint, in schönster Harmonie. „Stimmt“, sagen beide.
Zu tun gibt’s auch für vier Hände genug. Im Stall in der Ortsmitte halten die Wirths rund 120 Schwäbisch-Hällische Muttersauen und ihre Ferkel. Der große Maststall, den der gelernte Landmaschinenmechaniker und Landwirt selbst geplant hat, wurde an den Ortsrand verlegt und für die Anforderungen an die Mast der alten Landrasse umgebaut. Das heißt: viel Platz, viel Luft, viel Stroh. „Ein gut durchlüfteter Stall“, davon ist der Landwirt überzeugt, „ist für die Gesundheit der Tiere wichtig.“ Wenn die Ferkel rund zwölf Kilogramm schwer sind, siedeln sie in den Maststall um.
Das Futter für die Schweine erzeugen die Wirths auf ihren aktuell 72 Hektar Fläche überwiegend selbst oder kaufen in der Region zu. Als Eiweiß wird – wie in allen Mitgliedsbetrieben – gentechnikfreies Soja gefüttert, „dazu Erbsen, die wir selbst anbauen“. Auf den Feldern ist eine fünfgliedrige Fruchtfolge ohnehin die Regel,
Die Umstellung „war für uns der einzig richtige Weg“, ist Karl-Matthias Wirth überzeugt: „Ich wollte dem Wachstums- und Massenwahn entkommen.“ Die Kasse und das Feedback stimmen. „Wir erzeugen etwas, das die Menschen akzeptieren“, sagt der Landwirt, „und das gibt einem ein gutes Gefühl.“